Hundeosteopathie- Kirsten Hartbecke


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Prinzipien

Osteopathie

Das osteopathische Prinzip (erstellt von Dr.A.T.Still)

1. Abhängigkeit von Struktur und Funktion

Im Körper herrscht eine Wechselwirkung zwischen Struktur (Anatomie) und Funktion (Physiologie).
Das bedeutet:
Liegt eine Schädigung oder Einschränkung der Struktur vor, so ist auch die Funktion eingeschränkt, dies hat wiederum negativen Einfluss auf die Struktur.




2. Arterielle Regel

Nur wenn alle Bereiche im Körper, also Gelenke, Bänder, Muskeln, etc. ausreichend mit Flüssigkeit (Blut, Lymphe, Liquor) versorgt sind, kann die einwandfreie Funktion erhalten bleiben. Kommt es zu Zirkulationsstörungen sind diese Bereiche anfällig für sekundäre Schäden wie z.B. Infektionen, Entzündungen.




Besitzerin von Lotta schrieb zu diesen Bildern:"Lotta ist mit 7 Geschwistern geboren als erster Wurf am 20.1.2009. also in 5 Tagen wird sie 8 Monate alt. Rauhhaardackel, Farbe: saufarben. Konrad, ihr Züchter, hat die Mama Lucy 3 Jahre alt werden lassen, bevor sie zum ersten Mal geworfen hat. Sie ist in der Wohnküche geboren, liebevollst aufgezogen und versorgt. Wir haben sie mit 12 Wochen geholt. Sie hat überhaupt nicht gejammert und von der ersten Nacht an durchgeschlafen, die ersten 2 Wochen neben meinem Bett. Und ich hab gemerkt, wann sie so weit war, allein unten im Flur zu schlafen. All das finde ich durchaus wichtig, um einen fröhlichen und gut sozialisierten Hund zu haben."

3. Der Körper als Einheit

Alle Systeme (Parietal: Wirbelsäule und Gliedmaßen, Viszeral: Organe, Kraniosakral: Hirnhäute, Schädel und Becken in ihrer Verbindung) bilden eine pysiologische Einheit. So können Beschwerden an den Gliedmaßen Störungen an der Wirbelsäule hervorrufen.
Gleichfalls besteht auch die Möglichkeit, das Blockaden der Wirbelsäule, eingeschränkte Organfunktionen nach sich ziehen und umgekehrt.



4. Selbstregulationsfähigkeit des Körpers

Besitzt der Körper eine gesunde Struktur und normalen Kreislauf wird eine Krankheit nicht zumTragen kommen. Tritt gelegentlich eine Störung auf, so kann er diese adaptieren. Ist der Körper überfordert beginnt er zu dekompensieren. Der Osteotherapeut sollte spätestens hier ansetzen. Durch die Lösung der Blockaden gibt der Osteotherapeut den Impuls um das persönliche Gleichgewicht wiederherzustellen. Durch Lösung der Blockaden kommt es zur vermehrten Durchblutung des Gebietes, Stoffwechselabbauprodukte können besser abtransportiert und die Versorgung des betroffenen Gebietes wird gesteigert.
Desweiteren werden motorische Reflexkreise unterbrochen die einen Muskelhartspann provozieren. Jetzt ist es dem Gewebe möglich sich zu regenerieren.
Dies erklärt auch warum der Hund mindestens 48 Std. geschont werden sollte.



Ganzheitlichkeit

Aus den 4 Prinzipien ergibt sich, dass die Osteopathie nicht einzelne Symptome behandelt, sondern den Patienten immer in seiner Ganzheitlichkeit wahrnimmt. Danach ist der Hund ein strukturiertes, nach außen offenes System, dessen Teile in wechselseitiger Beziehung zueinander, zum ganzen Organismus und zur Außenwelt stehen. Deswegen berücksichtigt der Osteotherapeut die Einheit von Körper, Seele und Geist, seine Lebensweise (Bewegung, Ernährung, Stress, Entspannung), die soziale Umwelt mit allen Beziehungen (Besitzer, Familie, Rudel, Kontakt zu anderen Hunden und Tieren), die natürliche Umwelt (Wasser, Boden, Luft, Klima), die künstliche Umwelt (Wohnraum, Hundeplatz, etc.). Im Sinne der obigen Definition von Ganzheit kann man auch vom Hund sagen, dass er mehr ist als die Summe seiner Glieder und Organe (Vielheit der Körperteile), sondern dass überhaupt erst durch deren funktionale Kontinuität der Hund ein lebendes Ganzes ist (Einheit in der Vielheit). Dabei ist hier Kontinuität nicht rein zeitlich zu verstehen, sondern als ein stetiger, lückenloser Funktionszusammenhang.


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