Hundeosteopathie- Kirsten Hartbecke


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Behandlungstechniken

Behandlung > Osteopathie

Dem Osteotherapeuten stehen verschiedene Behandlungstechniken zu Verfügung. Dabei geht die Untersuchung fließend in die Behandlung über.

1. Mit parietalen Behandlungsmethoden wird Einfluss auf die Gelenke, den Muskel und seine faszialen Strukturen genommen.
Sie setzen sich aus folgenden Teilgebieten zusammen:

  • Muskel-Energie Techniken (M.E.T.): Mit der Muskel-Energie Technik wird ein eingeschränktes Gelenkspiel erweitert, verkürzte Muskeln und Faszien gedehnt und die Durchblutung sowie das Aktivitätsgleichgewicht von Nerven und Muskeln verbessert. Die behandleten Muskeln und die betroffenen Faszien werden gelockert. Die Muskel- Energie-Technik ist besonders effektiv zur Gelenksmobilisation, Korrektur von Haltungs- und Bewegungsasymmetrien, Dehnung der Muskulatur und zur Schmerzreduzierung. Die Muskel-Energie Technik arbeitet unter direkter Mitarbeit des Hundes. Dieser muss den betroffenen Muskel aus einer bestimmten Position heraus in eine vorgegebene Richtung gegen einen festgelegten Widerstand aktivieren. Da die Kommunikation nur non-verbal möglich ist, ist diese Technik nur begrenzt einsetzbar.



  • Positional-Release-Techniken: Die Positional Release Technik ist eine osteopathische neuromuskuläre Behandlung, in welcher eine eingeschränkte Struktur in eine Position der größten Entspannung gebracht wird. Dabei wird z.B. ein verkürzter Muskel mit übermäßiger Propriozeptorenaktivität passiv von dem Therapeuten noch mehr verkürzt und so lange in dieser Position gehalten, bis es zu einer Reduzierung der erhöhten Muskelspindelreizung kommt und dadurch zur Auflösung der reflektorischen Kontraktion. Der Patient wird immer nur in die Bewegungsrichtung positioniert, die seine Schmerzen reduziert. Der Schmerzpunkt verschwindet völlig oder weitgehend, wenn die korrekte Positionierung eingenommen wird. Die Schmerzpunkte dienen nur der Diagnostik, dem Auffinden der korrekten Positionierung und der Überprüfung der Effektivität der Behandlung. Sie werden nie selbst mit Druck behandelt, wodurch die Behandlung für den Patienten als sehr angenehm empfunden wird. Diese Technik ist eine der effektivsten und zugleich sanftesten Methoden zur Behandlung von sowohl akuten als auch chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates. Patienten, die mit direkten Mobilisationen, Manipulationen, Dehnungen, Kräftigungsübungen und Massagen nicht besser werden, profitieren besonders von dieser Methode. Der Patient empfindet sofort in der Behandlung eine Schmerzreduzierung. Häufig vergrößert sich auch direkt das Bewegungsausmaß, da die Muskulatur nicht mehr kontrahiert ist und die Faszien wieder nachgeben können.



  • Myofasziale Techniken: Die Weichteiltechniken werden an Muskeln und Faszien angewendet. Sie entlasten die Nerven und Gefäße, die durch die veränderte Gewebespannung beeinträchtigt wurden. Bei diesen Techniken werden beispielsweise Muskeln und Faszien in Längs- und Querrichtung gedehnt oder es wird ein tiefreichender Druck über den verhärteten Strukturen ausgeübt. Der Therapeut achtet dabei auf die Reaktionen des Gewebes und passt die Intensität der Behandlung an die von ihm ertastete Gewebeantwort an.



  • Techniken mit Thrust: Die Techniken mit Thrust werden bei Gelenken angewendet, deren Bewegung durch eine so genannte Barriere blockiert wird. Eine Barriere kann z.B. durch die Verspannung von Muskeln, Bändern und Faszien in der Umgebung des Gelenkes gebildet werden. Der Therapeut führt am eingeschränkten Bewegungsende eine schnelle Bewegung (high velocity) über kurze Distanz (low amplitude) durch, die gegen die Barriere gerichtet ist. Die Technik kann mit einem klickenden oder knackenden Geräusch verbunden sein. Sie wird auch "Mobilisation mit Impuls" genannt.



  • Listening Techniken: Aufspüren und passives Folgen gewebsgebundener Spannungs- und Bewegungstendenzen zur Unterstützung einer körpereigenen Lösungsreaktion (Unwinding)



  • Mobilisationstechniken: Bei der Mobilisation werden Blockaden, die eine oder mehrere Bewegungsrichtungen einschränken, gelöst. Die mobilisierende Kraft kommt vom Therapeuten und geht direkt an das Gelenk oder wirkt auf verspannte / verkürzte Muskulatur ein.



  • Reflextechniken: Unter gezielter Ausnutzung von Nervenreflexen wird die Spannung der Muskulatur und die Schmerzwahrnehmung beeinflusst. Mittels komplexer Reflextherapien kann auch auf das zentrale Nervensystem eingewirkt werden, z.B. auf das vegetative Nervensystem und auch auf kognitive Bereiche.



2.Vizerale Behandlungstechniken nehmen indirekt und direkt Einfluss auf die inneren Organe. Hierbei palpiert und mobilisiert der Therapeut die inneren Organe.


3.Kranio - Sakral -Techniken beeinflussen das vegetative und zentrale Nervensystem.


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